U-1092 Tarnfahrt
Wilhelmshaven, März 1943.
U-1092 liegt im Bunker und bekommt eine zweite Haut: schwarzer Gummi. Projekt „Alberich“. Eine Beschichtung, die das Boot vor feindlichem Sonar unsichtbar machen soll. Ein technologisches Wunder. Ein Experiment unter Zeitdruck.
Hans-Peter Arndt, der neue Leitende Ingenieur, erkennt sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Platten erhöhen den Widerstand. Die Kühlung wird behindert. Und der Kleber hält dem Druck der Tiefe nicht stand. Doch der Auslaufbefehl ist da. Ohne Testfahrt. Ohne Gnade.
Was folgt, ist kein heldenhafter Feindkontakt. Es ist der langsame, unerbittliche Verrat der eigenen Technik. Lose Gummiplatten, die wie Bremsklappen flattern. Wasser, das unter der Haut entlangkriecht und die Elektrik frisst. Chlorgas, das aus den Batterien quillt. Und eine Entscheidung, die kein Mensch treffen sollte: das Schott schließen, während Männer hinter dem Stahl um ihr Leben hämmern.
Ein Roman über den Moment, in dem die Physik keine Gnade mehr kennt – und ein U-Boot zur Falle für die wird, die es fahren.
Über diese Ausgabe
Hinweise zur Klarwelt-Ausgabe, z. B. zur Textgrundlage oder behutsamen Modernisierung.
Ausgaben & Bezugsquellen
Buchdaten
- Erscheinungsdatum
- 29.07.2026
- Seiten
- 92
- Sprache
- Deutsch

