Die Nordsee, 1914-1916. Nacht für Nacht fahren die deutschen Torpedoboote hinaus in die Dunkelheit – gegen die übermächtige Royal Navy, gegen Sturm und Minengefahr, gegen den Tod selbst.
Fritz Graf, selbst Offizier auf einem dieser schwimmenden Pulverfässer, schildert in diesem eindringlichen Augenzeugenbericht das Leben und Kämpfen auf den kleinen, wendigen Kriegsschiffen der Kaiserlichen Marine. Mit ungeschminkter Offenheit beschreibt er die nächtlichen Angriffe auf britische Geleitzüge, die ständige Todesangst bei Minenfelddurchfahrten und die kameradschaftliche Verbundenheit einer Besatzung, die weiß: Ein einziger Volltreffer genügt, und das Boot ist Geschichte.
Dies ist keine glorifizierende Heldenerzählung, sondern ein schonungslos ehrliches Dokument aus einer Zeit, in der junge Männer – kaum älter als fünfundzwanzig – mit 30 Knoten durch die stürmische Nordsee pflügten, immer auf der Suche nach dem Feind, immer in Gefahr, selbst entdeckt zu werden.
Von der angespannten Ruhe vor dem Auslaufen bis zum donnernden Gefecht, von der Verzweiflung nach dem Verlust befreundeter Boote bis zum unbändigen Lebenswillen der Überlebenden – Fritz Graf lässt uns teilhaben an einem Kapitel deutscher Marinegeschichte, das allzu oft im Schatten der großen Schlachtschiffe geblieben ist.




