Der Krieg der Infanterie war ein Krieg des Bodens, der Nähe und der Ausdauer.
Er wurde nicht aus der Ferne geführt, sondern Schritt für Schritt, Meter um Meter, unter Feuer, im Schlamm und in der ständigen Erwartung des nächsten Angriffs.
In M.G.K. hält Franz Seldte fest, was der Alltag des Frontsoldaten bedeutete. Seine Aufzeichnungen berichten vom Marschieren, vom Liegen in Stellung, vom Ausharren unter Beschuss und von den kurzen Momenten zwischen Befehl und Handlung. Der Leser begegnet keinem rückblickenden Erzähler, sondern einem Beteiligten, der das Geschehen aus unmittelbarer Nähe beschreibt.
Seldte schildert Kameradschaft und Erschöpfung, Gefahr und Gewöhnung, die nüchterne Routine des Krieges und seine plötzlichen Ausbrüche. Es geht um Beobachtungen, um Eindrücke, um das Erleben eines Soldaten, der Teil des Geschehens ist und nicht außerhalb steht.
M.G.K. ist kein Buch der großen Worte. Es ist ein Dokument aus der Perspektive der Infanterie – ruhig im Ton, klar in der Darstellung und eindringlich durch seine Nähe zum Erlebten. Ein Zeugnis aus dem Weltkrieg, das den Leser an die Front führt, ohne Distanz und ohne Beschönigung.




